Softwareentwicklung und Architektur / 14.06.2021 / Patrick Arnold

Zukunftsfähige IT-Architekturen für innovative digitale Lösungen

Mitarbeitern oder auch Endkunden neue digitale Lösungen zur Verfügung zu stellen, ist heute Kernaufgabe vieler IT-Abteilungen. Um mit der technologischen Entwicklung und den Anwenderbedürfnissen Schritten zu halten, arbeiten sie simultan an zahlreichen IT-Projekten.

 

Die Anforderungen an digitale Lösungen wachsen beinahe täglich. Kunden – ob intern oder extern – wünschen sich einen ständigen Fortschritt im digitalen Angebot des Unternehmens. Wurde die Kundenanforderung fast in Gänze erfüllt, stellt sich häufig die eigene IT-Architektur häufig als Bremsklotz heraus. Denn ein Backend-System lässt sich möglicherweise doch nicht so einfach integrieren wie gedacht.

 

Doch was bedeutet es eigentlich, eine kompatible IT-Architektur zur Digitalisierungsstrategie zu etablieren und was sind die wichtigsten Bausteine darin? Hierzu haben wir uns bei AUSY Technologies ein Framework geschaffen. Dieses zeigt auf, wie eine IT-Organisation die Architektur ihrer IT-Landschaft gestalten sollte, um in den künftigen Jahren in der digitalen Welt erfolgreich mitzuspielen.

 

Ein Architektur-Framework für moderne digitale Lösungen

 

Welche Schichten und Komponenten in unserem Framework berücksichtig sind, zeigt die folgende Übersicht:

 

 

Aus unserer Sicht besteht eine zukunftsfähige digitale IT-Architektur aus sechs Bereichen, die sich in der IT-Landschaft wiederfinden sollten:

1.      Kundenbindung – Omnichannel-Landschaft“ lautet hier das entscheidende Stichwort – die Endkunden wählen in der Regel den einfachsten Weg, um mit dem Unternehmen zu interagieren. Sei es unterwegs vom Smartphone, der Smartwatch oder auch vom vernetzten Fahrzeug aus. Ein wettbewerbsfähiges digitales Unternehmen muss heute über die Fähigkeit verfügen, seinen Endkunden einheitliche Informationen über unterschiedliche Kanäle zukommen zu lassen. Doch nicht nur die Information an sich spielt hier eine große Rolle; sondern auch die Bedürfnisse der Kunden an Bedienbarkeit, Verständlichkeit sowie Design der Applikation.

2.      Intelligente Prozesse und Entscheidungsfindung – Ob als Unterstützung für die Auswahl eines Produkts oder auch zur Vereinfachung des Prozesses: Intelligente Prozesse können uns im Alltag Entscheidungen abnehmen oder auch auf neue Möglichkeiten hinweisen. Durch Technologien aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) können wir Endkunden auf die „Next Best Actions“ hinweisen oder auch ganze Prozesse wie beispielsweise das Auswerten und Kategorisieren der Eingangspost automatisieren.

3.      Branchenkern – Jedes Unternehmen hat einen festen Branchenkern, der auch zukünftig von Belang ist. Egal ob Banking, Insurance, Retail oder auch Automotive – alle verfügen über Kernbranchensysteme, die spezifische Geschäftsprozesse abbilden und umsetzen. Diese Systeme wird es weiterhin geben, um Geschäftsprozesse oder Datenlagerungen vorzunehmen. Je besser die Legacy-Systeme mit modernen Bausteinen harmonieren, desto größer sind die Möglichkeiten für Innovationen und desto geringer ist der Bedarf an einem Neustart „auf der grünen Wiese“. Auch alte Systeme finden dadurch ihren Platz in modernen IT-Landschaften.

4.      Datenschicht – Die Datenmenge steigt jährlich und die Datenflut, die ein Unternehmen heute generiert, ist immer mehr von unstrukturierten Daten geprägt. Neben den herkömmlichen Data-Warehouse-Technologien bedarf es immer häufiger weiterer Mittel wie eines Data Lakes, um unstrukturierte Daten zu verarbeiten und für Analysen aufzubereiten. Neue Technologien sind erforderlich, um Informationen aus sozialen Medien oder von Geräten des Internet of Things (IoT) zu speichern und zu filtern. Eine moderne umfassende Dateninfrastruktur ist neben losen gekoppelten Systemen und intelligenten Integrationsmechanismen unerlässlich, um in Zukunft Effizienzpotenziale aus KI bzw. Machine Learning nutzen zu können.

5.      Cloud-basierte Infrastruktur – Die Cloud – egal ob public, private oder hybride – ist der Enabler innerhalb der übergreifenden Digitalisierungsstrategie. Neue Technologien unterstützen dabei nicht nur die Betriebsabläufe, sondern leisten auch einen wesentlichen Beitrag, um sich von Mitbewerbern zu differenzieren. Die Cloud ermöglicht es uns, mit diesen neuen Technologien schnell in Berührung zu kommen. Sie hat mittlerweile die nötige Reife, um ganze Produktionsumgebungen performant zur Verfügung zu stellen. Die Lösungen im Bereich Big Data, Datastreaming, AI oder auch viele Architekturpattern wären ohne eine passende Cloud-Lösung weder vorstellbar noch umsetzbar.

6.      Integration & Sicherheit – Erfolgreiche Unternehmen denken in Ökosystemen. Doch um lauffähige Ökosysteme zu etablieren, ist es umso wichtiger, eine nahtlose Integration der unterschiedlichen Partner zu ermöglichen. Auch hier sind klassische Enterprise Service-Bus-Lösungen mittlerweile überholt. Sie werden durch Near-Time-Lösungen wie Event-Streaming, aber auch synchrone Wege über APIs und die entsprechende API-Economy schrittweise abgelöst. Mehr Integration bedingt jedoch auch eine Steigerung der Angriffsmöglichkeiten. Deshalb ist darauf zu achten, dass die Integrationsmöglichkeiten sauber abgesichert sind und welche Rollen oder Benutzer Zugriff auf welche Systeme haben. Hierfür sollte unbedingt ein Identity and Access Management (IAM)-System zum Einsatz kommen.

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